Gesundheit für Kinder - Kinderkrankheiten, typische Leitbeschwerden, ihre Diagnose und Behandlung
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Durst

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Donnerstag, den 16. Juli 2009 um 15:13 Uhr

Kinder brauchen – bezogen auf ihr Körpergewicht – mehr Flüssigkeit als Erwachsene. Kindergartenkinder trinken ungefähr 1 Liter, Grundschulkinder 1–1,5 Liter täglich.
Manchmal aber geht der Durst weit über den normalen Bedarf hinaus, dies weist auf eine Er­kran­kung hin. Vor allem verschiedene Stoff­wechsel­er­kran­kungen sowie Nieren­er­kran­kungen machen sich durch starken Durst bemerkbar.

Stets auffällig – und ab­klä­rungs­bedürftig – ist, wenn das Kind auch nachts aufwacht und aufsteht, nur um zu trinken.
Durst. Genaues Beschwerdebild Was sich am ehesten dahinter verbirgt Erste Maßnahmen
Starker Durst ohne weitere Beschwerden    
  • Bei Hitze oder körperlicher Anstrengung oder nach reichlichem Verzehr salzhaltiger Speisen
  • Normale Reaktion des Körpers zur Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsgleichgewichts
  • Kind trinken lassen (am besten Wasser, Tee oder verdünnte Säfte). Ist der Flüssigkeitshaushalt wieder im Lot, gibt sich auch der Durst
  • Bei fast ausschließlichem Trinken von süßen Getränken (v.a. Säften, Limonaden oder Kakao)
  • Stark gesüßte Getränke löschen den Durst nur für kurze Zeit und schmecken einfach gut 
  • Nur Wasser und ungezuckerten Tee anbieten, der »Durst« hört dann in der Regel von selbst auf. Sonst Termin beim Kinderarzt ausmachen. Bis dahin Kind trinken lassen
Starker Durst mit weiteren Beschwerden    
  • Bei Durchfall, Erbrechen oder Fieber
  • Normale Reaktion auf den Flüssigkeitsverlust
  • Durchfall, Erbrechen, Fieber
  • Mit weiteren Beschwerden, z. B. Schlappheit, Gewichtsverlust, evtl. ­Ãœbelkeit und Erbrechen
  • Verschiedene Erkrankungen, z. B. Diabetes mellitus (=Zuckerkrankheit)
  • Viele Erkrankungen möglich, deshalb baldmöglichst zum Kinderarzt gehen. Bis dahin Kind trinken lassen. Bei Zeichen der Austrocknung oder Zustandsverschlechterung sofort zum Kinder- oder Notarzt gehen
Aktualisiert ( Dienstag, den 25. August 2009 um 10:25 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München