Gesundheit für Kinder - Kinderkrankheiten, typische Leitbeschwerden, ihre Diagnose und Behandlung
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Hinken

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 28. Juli 2009 um 09:40 Uhr

Hinken bei Kindern sollte immer ernst genommen werden. Es weist darauf hin, dass entweder das Auftreten für das Kind schmerzhaft ist oder dass der normale Bewegungsablauf beim Laufen wegen einer angeborenen Fehlstellung oder einer Muskelschwäche nicht möglich ist. Bei weitem am häufigsten ist das schmerzbedingte Hinken, dem wiederum vielfältige Ursachen, von einer Prellung bis zu einer (gerade bei Kindergartenkindern gar nicht so seltenen) Entzündung des Hüftgelenks (Coxitis) zugrunde liegen können.

Hinken. Genaues Beschwerdebild Was sich am ehesten dahinter verbirgt Erste Maßnahmen

Hinken 

  • Mit Hüft-, Knie- oder Fußschmerzen
  • Mit Fieber
Tabelle Gelenk-, Glieder- und Rückenschmerzen Schmerzen in Hüfte, Knien oder Füßen führen zu einem schmerzbedingten Schonhinken – die möglichen Ursachen entsprechen ebenso wie die des Hinkens mit Fieber denen der Gelenkschmerzen. Beim Kleinkind, das Schmerzen noch nicht so äußern kann, ist schmerzbedingtes Hinken vom schmerzlosen oft dadurch zu unterscheiden, dass das Kind nicht mehr laufen mag und sich tragen lässt
Hinken nach einer Verletzung Prellung,
Zerrung,
Verstauchung,
Verrenkung,
Knochenbruch
Bei sichtbaren Knochen- oder Gelenkfehlstellungen oder Belastungsunfähigkeit sofort zum Arzt gehen. Grundregel ansonsten: Ruhigstellen, hochlagern, kühlen. Bei anhaltenden Beschwerden oder Beweglichkeitseinschränkung zum Kinderarzt gehen
Einseitiges schmerzloses Hinken   Das Gangbild eines Kleinkinds, das gerade laufen lernt, unter­scheidet sich erheblich von dem des älteren Kindes. Zu Beginn sind ein biss­chen »Watscheln« und viel Unsicherheit normal, und noch lange Zeit läuft ein Kleinkind breitbeiniger als das ältere Kind. Verdächtig auf eine krankhafte Störung sind aber länger dauerndes Hinken, ein- oder beidseitiges ständiges Gehen auf den Zehenspitzen (auch wenn das Kind schon länger laufen kann) oder Zusammenstoßen der Knie sowie ein watschelnder Gang (entsprechend dem beidseitigen Hinken), bei dem das Becken bei jedem Schritt zu einer Seite abkippt. In diesen Fällen Termin beim Kinderarzt zur Abklärung ausmachen
  • Im Lauflernalter
  • Einseitige Hüftdysplasie
  • Stärkere Beinlängendifferenz oder einseitige Beinfehlstellung
  • Zerebralparese
Beidseitiges schmerzloses Hinken (»watschelnder« Gang)  
  • Im Lauflernalter
  • Beidseitige Hüftdysplasie
  • Im Lauflern- oder Kindergartenalter
  • Früh beginnender Muskelschwund (meist Jungen)
Einseitiges schmerzloses Hinken beim ­Ã¤lteren Kind
  • Mit dem Wachstum fortschreitende Beinlängendifferenz oder einseitige Beinfehlstellung
  • Beginnender Muskelschwund
Termin beim Kinderarzt zur Abklärung ausmachen
Aktualisiert ( Mittwoch, den 26. August 2009 um 15:27 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München