Gesundheit für Kinder - Kinderkrankheiten, typische Leitbeschwerden, ihre Diagnose und Behandlung
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"Gelbsucht" - Das können Sie tun

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Montag, den 15. Juni 2009 um 07:27 Uhr
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"Gelbsucht"
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Das können Sie tun
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Das können Sie tun

Krankhafte oder gefährliche Formen werden schon in der Entbindungsklinik behandelt. Bescheinigt der Arzt Ihrem Baby eine kontrollbedürftige Gelbsucht, so können Sie das Abklingen der Gelbsucht mit einfachen Mitteln unterstützen:

  • Sie Ihr Baby möglichst nackt, d. h. in warmer Umgebung, dem durch das Fens­ter fallenden Sonnenlicht aus (das Glas lässt einen großen Teil des in diesem Zusammenhang wichtigen »blauen« Lichtanteils durch). Je länger Sie das tun, desto besser.
  • Bringen Sie den Darm Ihres Babys in Schwung. Solange der Stuhl nämlich nur im Darm »sitzt«, passiert Folgendes: Das von der Leber bereits in den Darm ausgeschiedene Bilirubin wird in tieferen Darmabschnitten glatt wieder in den Körper aufgenommen und muss dann erneut »entsorgt« werden. Wie Sie den Darm anregen können? Indem Sie Ihr Baby möglichst oft an die Brust nehmen – dadurch kommt bei Ihnen die Milchproduktion in Schwung und beim Baby die Darmbewegungen, was Sie an den zunehmenden Stuhlmengen sehen können. Vom Zufüttern oder gar Umstellen auf Flaschennahrung raten wir ab – langfristig bringt dies Ihrem Baby mehr Nachteile.
  • Ihrem Baby Wasser zu füttern, um das Bilirubin zu »verdünnen«, bringt nichts, Stillen ist aus den oben angeführten Gründen weitaus besser.

Die »Gelbverfärbung« nach Beginn der Beifütterung ist keine »Gelbsucht«, sondern kommt von der Karottennahrung. Bei diesen harmlosen, durch Einlagerung des Karottenfarbstoffs Karotin bedingten Formen ist das Augenweiß nicht verfärbt.
 


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Aktualisiert ( Montag, den 06. Juli 2009 um 10:53 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München