Gesundheit für Kinder - Kinderkrankheiten, typische Leitbeschwerden, ihre Diagnose und Behandlung
Netzathleten Partner
  • Mein Kind ist krank
  • Selbsthilfe zuhause
    • Fieber messen
    • Medikamente geben
    • Die wichtigsten Heilkräuter
    • Wasser, Wärme, Kälte
    • Wickel und Auflagen
    • Inhalationen
  • Kindliche Entwicklung
  • Der kranke Säugling
  • Beschwerden und Maßnahmen
  • Kinderkrankheiten, Infektionen
  • Atemwege und Lunge
  • Herz und Kreislauf
  • Blut, Abwehr, Krebs
  • Mund, Zähne, Verdauung
  • Stoffwechsel und Hormondrüsen
  • Harnwege, Geschlechtsorgane
  • Knochen und Muskeln
  • Haut
  • Augen
  • Hals, Nase und Ohren
  • Gehirn und Nervensystem
  • Seelische Störungen
  • Krankheitshäufigkeiten
  • Gesundheit für Kinder als Buch
  • Gesundheit für Kinder als EPUB
  • Quellenliste
  • Datenschutz
  • Impressum

Autoimmunerkrankungen, Immuntoleranz

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 09:20 Uhr
Häufigkeit: Häufigkeit 2 von 5: Eher selten

Unser Immunsystem richtet sich normalerweise nur gegen körperfremde, nicht aber gegen (gesunde) körpereigene Strukturen. Dieses im Detail noch nicht genau geklärte Phänomen heißt in der Fachsprache Immuntoleranz.

Autoimmunerkrankungen

Manchmal aber kommt es zu Fehlsteuerungen, die Immuntoleranz geht verloren und das Immunsystem bekämpft Bestandteile des eigenen Körpers – die daraus resultierenden Erkrankungen werden als Autoimmunerkrankungen bezeichnet.

Autoimmunerkrankungen im engeren Sinne sind bei Kindern selten, einige davon (vor allem der kindliche Diabetes) jedoch im Anstieg begriffen.

Zu den kindlichen Erkrankungen, an deren Entstehung Autoimmunprozesse (mit)beteiligt sind, gehören:

  • Der kindliche Diabetes mellitus.
  • Die Hashimoto-Schilddrüsenentzündung.
  • Die chronischen Darmentzündungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.
  • Bestimmte Formen der Nierenentzündung.
  • Die idiopathische thrombozytopenische Purpura
  • Einige rheumatische Erkrankungen (mehr zu rheumatischen Erkrankungen)

Immunsuppressiva

Bei einigen dieser Erkrankungen werden Immunsuppressiva eingesetzt, die das Immunsystem unterdrücken.

Sie bekämpfen zwar die krankhaften Immunprozesse, jedoch leider auch die normalen, so dass Infektionen bei Einnahme dieser Medikamente häufiger sind und zudem schwerer verlaufen.

Auch nach Transplantationen werden Immunsuppressiva eingesetzt, um die Abstoßung des fremden Organs zu verhindern.

Häufig eingesetzt werden z. B. Kortison und verschiedene Zytostatika.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 29. Februar 2012 um 14:07 Uhr )