Gesundheit für Kinder - Kinderkrankheiten, typische Leitbeschwerden, ihre Diagnose und Behandlung
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Borreliose (Lyme-Krankheit) - Das Wichtigste aus der Medizin

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Montag, den 06. Oktober 2008 um 12:10 Uhr
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Borreliose (Lyme-Krankheit)
Das Wichtigste aus der Medizin
Das macht der Arzt
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Das Wichtigste aus der Medizin

Kopfhaut mit Zecke
Kopfhaut mit Zecke
Es sieht martialisch aus, wie sich eine Zecke in die Haut bohrt. In der Praxis oft entscheidend ist die rechtzeitige Entfernung der Zecken aus der Haut. Dazu sind Zeckenzangen aus Plastik ein einfaches, aber effektives Hilfsmittel (Näheres zur Zeckenentfernung ).
[li: ASL ; re: OTW ]

Woher kommt die Borreliose?

Verursacht wird die Borreliose durch das spiralförmige Bakterium Borrelia burgdorferi , das vor allem in größeren Wildtieren (wie etwa Rehen) lebt, aber z. B. auch in Hunden, Katzen und Mäusen. Die Zecken nehmen die Bakterien beim Saugen mit dem Blut eines solchen Tieres auf und übertragen sie dann durch nachfolgende Bisse auf den Menschen.

Stadienhafter Verlauf

  • Die Bakterien dringen zunächst in die Haut ein, wo sie die typische Wanderröte (Erythema chronicum migrans) hervorrufen können (aber nicht müssen). Erst später gelangen die Borrelien ins Blut und führen dann bei ca. 10–20 % der Betroffenen zu den verschiedensten Beschwerden vor allem des Nervensystems und der Gelenke sowie ab der Pubertät auch des Herzens.

Die Erscheinungen müssen nicht alle auftreten, jede Erscheinung kann auch fehlen!

Hohe Dunkelziffer

Bei weitem nicht alle, die durch einen Zeckenbiss mit Borrelien in Kontakt gekommen sind, erkranken auch. Untersuchungen haben gezeigt, dass gerade Kinder nicht selten Antikörper (= fertige Abwehrstoffe) gegen Borrelien im Blut haben, ohne jemals verdächtige Beschwerden gehabt zu haben. Außerdem verläuft die Borreliose bei Kindern durchschnittlich leichter als bei Erwachsenen.


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Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:05 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München