Gesundheit für Kinder - Kinderkrankheiten, typische Leitbeschwerden, ihre Diagnose und Behandlung
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Osteomyelitis (Knochen- und Knochenmarkentzündung) - Das Wichtigste aus der Medizin

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 12:39 Uhr
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Osteomyelitis (Knochen- und Knochenmarkentzündung)
Das Wichtigste aus der Medizin
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Das Wichtigste aus der Medizin

Wie entsteht eine Osteomyelitis?

Bei Kindern entsteht eine Osteomyelitis ganz überwiegend auf dem Blutweg: Aus einem Entzündungsherd irgendwo im Körper, beispielsweise einer Haut-, Mittelohr- oder Lungenentzündung, dringen Bakterien, allen voran Staphylokokken, in die Blutbahn ein und gelangen mit dem Blut in den Knochen. Die Bakterien besiedeln zunächst die Knochenmarkhöhle, in der Folge aber auch die kompakte Knochenrinde.

Meist entwickelt sich eine Osteomyelitis rasch mit einem eindrücklichen Beschwerdebild – der Mediziner spricht dann von einer akuten Osteomyelitis.

Seltener vermag die körpereigene Abwehr die Bakterien zwar einigermaßen zu begrenzen, aber nicht zu vernichten, dann entsteht das Beschwerdebild langsamer mit uncharakteristischen Beschwerden. Eine solche chronische Osteomyelitis kann auch als Folge einer nicht ausgeheilten akuten Osteomyelitis entstehen.

Seltener entsteht die Osteomyelitis bei Kindern durch Einschleppen von Bakterien von außen bei einer Verletzung oder nach einer Operation.

Komplikationen: Gelenkbeteiligung und Knochenzerstörung

Eine Osteomyelitis kann vor allem bei Kindern bis etwa 1 1/2 Jahren und dann wieder nach Abschluss des Längenwachstums nicht nur den Knochen, sondern gleichzeitig auch das Gelenk betreffen. Dies liegt daran, dass Teile des Gelenks bei diesen Altersgruppen häufig durch die gleichen Blutgefäße versorgt werden wie der übrige Knochen. Entsprechend ist das Risiko einer Gelenkbeteiligung mit daraus resultierenden Gelenkschäden bei ganz kleinen oder fast erwachsenen Kindern besonders groß.

Je aggressiver die Bakterien sind und je länger die Entzündung besteht, desto größere Anteile des Knochens werden zerstört. Dabei kann Knochengewebe ganz absterben (= Knochennekrose), oder es können sich Eiteransammlungen im Knochen bilden (= Knochenabszesse). Auch Fisteln (krankhafte Gänge z. B. zwischen einem Herd im Knochen und der Haut) sind mögliche Komplikationen.


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Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 13:34 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München