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Nabel- und Leistenbruch

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 09:59 Uhr
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Nabel- und Leistenbruch
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Bei einem Nabelbruch (= Nabelhernie) oder Leistenbruch (= Leistenhernie) haben sich Baucheingeweide durch eine Lücke in der Bauchwand nach außen gedrückt, erkennbar an einer Schwellung im Bereich von Nabel bzw. Leiste. Gefährlich werden Nabel- oder Leistenbrüche dem Kind nur selten, dann nämlich, wenn sich die Baucheingeweide in der Bruchlücke »festklemmen«.

Sind Leistenbrüche mit etwa 3 % (bei Frühgeborenen 5 %) schon recht häufig, so ist der Nabelbruch fast schon »Standard«: 20 % aller Neugeborenen (und 80 % aller Frühgeborenen!) haben einen Nabelbruch. Nabelbrüche zeigen sich meist in den ersten Lebenswochen, Leistenbrüche während des ersten Lebensjahres. Sie können prinzipiell aber in jedem Alter auftreten.

Leitbeschwerden

  • Vor allem beim Schreien oder Husten sichtbare Vorwölbung im Bereich des Nabels oder der Leiste, die weich ist und oft in Ruhe wieder verschwindet. Keine Schmerzen
  • Bei Einklemmung ständige Vorwölbung und Schmerzen (bei Babys stundenlanges Schreien), dann über Stunden zunehmender allgemeiner Verfall, Trinkschwäche

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn

Sofort, wenn

  • Ihr Kind mit bekanntem Bruch Bauchschmerzen hat oder Ihr Baby mit Bruch über Stunden schreit.

 



Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:56 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München