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Hintergrundwissen Nieren, Blase und Geschlechtsorgane

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 12:01 Uhr
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Der kleine Unterschied und seine großen Folgen

Der »kleine Unterschied« ist lange Zeit im Windelpaket verborgen. Wenn er dann im Alter von zwei oder drei Jahren entdeckt wird, gibt es Grund zum Schwärmen: »Meine Scheide«, sagt Kerstin und deutet stolz an sich hinunter. »Judith auch Scheide.« Ja, die Judith hat auch eine Scheide, und die Judith geht immerhin schon in den Kindergarten!

Und dass viele andere Kinder keine Scheide haben, sondern ein Glied, das ist natürlich höchst interessant. Da muss man jetzt genau seine Eltern anschauen, wie das bei denen ist, und dazu auch seine Freunde unter die Lupe nehmen. Bis irgendwann klar ist: Ich bin ein Mädchen, du ein Junge.

Und diese Phase ist wichtig. Denn sie schärft nun auch den Blick dafür, was Mädchen anders machen als Jungs und umgekehrt. Auch was die Mutter anders macht als der Vater. Was die Umwelt als »männlich« und »weiblich« vorlebt. Für jedes Kind bildet sich so sein Geschlechtsverständnis – welche Rolle sehe ich für mich als Mädchen (oder Junge) und später als Frau (oder Mann)?

Und was als »kleiner Unterschied« beginnt, prägt bald das ganze Leben.



Aktualisiert ( Freitag, den 03. April 2009 um 12:48 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München