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Polypen (Adenoiden)

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Mittwoch, den 08. Oktober 2008 um 08:32 Uhr
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Polypen (Adenoiden)
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Bei Polypen oder Adenoiden sind die Rachenmandeln so stark vergrößert, dass sie zu Folgeproblemen führen, am häufigsten zu Paukenergüssen (Flüssigkeitsansammlung in der Paukenhöhle) oder Mittelohrentzündungen. Polypen kommen praktisch nur bei jüngeren Kindern bis zur Einschulung vor. Oft sind gleichzeitig auch die Gaumenmandeln vergrößert.

Leitbeschwerden

Junge mit Polypen und geöffnetem Mund
Ein Kind mit Polypen klagt in aller Regel selbst nicht über Beschwerden. Nicht selten fällt erst beim Betrachten der letzten Fotos auf, dass das Kind immer den Mund offen hat.
[NME]
  • Ständiges Atmen durch den Mund
  • Über längere Zeit »verstopfte« Nase, schleimig-eitriger Schnupfen, Sprechen »durch die Nase« und häufig Husten (»wie eine Erkältung, die nicht weggeht«)
  • Nachts lautes Schnarchen
  • Oft Schwerhörigkeit
  • Evtl. Appetitlosigkeit, tagsüber Müdigkeit durch unruhigen Nachtschlaf

Wann zum Arzt

Innerhalb von 1–2 Wochen, wenn

  • Sie die obigen Zeichen bei Ihrem Kind über mehr als einen Monat beobachten.

Heute noch, wenn

  • Zu den oben aufgeführten Beschwerden Fieber oder Ohrenschmerzen hinzukommen, da sich dann möglicherweise eine akute Mittelohrentzündung entwickelt hat.


Aktualisiert ( Montag, den 09. Februar 2015 um 13:49 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München