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Hüftkopfgleiten (Epiphysiolysis capitis femoris)

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 12:37 Uhr
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Hüftkopfgleiten (Epiphysiolysis capitis femoris)
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Beim sog. Hüftkopfgleiten (= Epiphysiolysis capitis femoris) rutscht der Hüftkopf vom übrigen Oberschenkelknochen ab, ohne dass eine Verletzung vorliegt.

Das Hüftkopfgleiten tritt bei Jugendlichen in der Pubertät auf, bei Jungen doppelt so häufig wie bei Mädchen. In rund einem Drittel der Fälle sind beide Seiten betroffen.

Leitbeschwerden

  • akute Form (= rasch entstehend):

Schmerzen in Hüfte, Oberschenkel oder Knie bis hin zur völligen Belastungsunfähigkeit des Beines (»Einbrechen« des Beines)

  • Lenta-Form (= langsam entstehend):

bei Belastung zunehmende Ermüdbarkeit, Schmerzen in Hüfte, Leiste oder Knie und Hinken

Wann zum Arzt

Am nächsten Tag, wenn

  • Ihr Kind Beschwerden hat, die zu einer Lenta-Form des Hüftkopfgleitens passen.

Heute noch, wenn

  • Ihr Kind Hüftschmerzen und Fieber hat (möglicherweise steckt eine bakterielle Hüftentzündung dahinter).

Sofort, wenn

  • Ihr Kind ein Bein gar nicht mehr belasten kann.


Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 13:33 Uhr )