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Depression, depressive Verstimmungen

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Mittwoch, den 08. Oktober 2008 um 09:02 Uhr
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Depression, depressive Verstimmungen
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Viele Menschen können sich kaum vorstellen, dass eine Depression schon bei Kindern möglich ist. Doch auch Kinder können schon an den verschiedenen Formen der Depression erkranken, wobei Mädchen häufiger betroffen sind als Jungen.

Leitbeschwerden

  • Lust- und Antriebslosigkeit, Traurigkeit, bei kleineren Kindern Spielunlust
  • Ständige Erschöpfung
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Rückzug von den Freunden
  • Häufig Veränderungen des Ess- und Schlafverhaltens, wobei sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig möglich ist

Dass ein Kind gelegentlich einmal lustlos, niedergeschlagen oder traurig ist, ist völlig normal. Solche Stimmungsschwankungen machen noch keine Depression aus.

Auch dass bestimmte Ereignisse ein Kind traurig werden lassen, beispielsweise ein Todesfall in der Familie oder ein Umzug, ist als depressive Reaktion Teil des normalen Verhaltens.

Manchmal kommt es aber vor, dass ein Kind »ohne Grund« über einen längeren Zeitraum ständig niedergeschlagen ist, sich immer müde und erschöpft fühlt und keine Lust zum Spielen oder zum Verabreden mit Freunden hat. Auch bei Schlafstörungen jeglicher Art, zu wenig Appetit oder umgekehrt übermäßigem Essen sollten Sie aufmerksam werden – es könnte eine Depression hinter den uncharakteristischen Beschwerden stecken.

In einem solchen Fall sollten Sie den Arzt aufsuchen. Er wird zunächst ausschließen, dass es nicht eine organische Erkrankung ist, die Ihr Kind »fertig macht«, und Ihr Kind dann an einen Kinder- und Jugendpsychiater oder einen Psychologen überweisen.



Aktualisiert ( Donnerstag, den 01. März 2012 um 11:28 Uhr )