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Freund oder Feind?

Auch wenn wir uns noch so sauber halten: Der menschliche Körper ist Lebensraum von Trillionen von Bakterien, Viren und Pilzen. Forscher haben berechnet, dass der Mensch mehr Mikroorganismen (= Mikroben) beherbergt als er selbst Körperzellen hat! Die Mikroorganismen richten schon in den ersten Lebenstagen auf Haut, Schleimhäuten und im Darm ihre Dauerlagerplätze ein – und das ist gut so. Denn viele Bakterien stellen nicht nur Vitamine bereit, die der Mensch sonst gar nicht in ausreichender Menge aufnehmen könnte (z.B. Vitamin K), sondern sie tragen auch zur Entwicklung des Immunsystems bei: So vermindert eine kräftige Dosis an Bakterien in der Kindheit die Häufigkeit von Allergien – ein »beschäftigtes« Immunsystem entgleist seltener. Ein kleiner Teil der Mikroorganismen jedoch hat zu Recht einen schlechten Ruf, da sie Infektionskrankheiten auslösen können. Letztere sind so alt wie die Menschheit selbst und waren bis vor wenigen Generationen bei Kindern wie Erwachsenen die häufigste Todesursache. Heute dagegen sind schwer verlaufende Infektionskrankheiten in unseren Breiten dank Impfungen und Antibiotika selten geworden.

Dennoch: Sieg über die Infektionskrankheiten ist nicht in Sicht

Wovon die Mediziner noch in den 60er Jahren »realistisch« träumten, ist nicht in Sicht: der Sieg über die Infektionskrankheiten. Und dies haben wir Menschen teilweise selbst zu verantworten: Noch immer ist es nicht gelungen, die Armut, die »Mutter aller Epidemien«, in einem internationalen Maßstab einzudämmen; insbesondere wer an Unterernährung leidet, kann selbst »harmlose« Infektionen nicht ausreichend abwehren. Zudem nehmen – weltweit – solche Erreger zu, die allen bisher verfügbaren Medikamenten trotzen – hieran hat der oft maßlose Einsatz von Antibiotika in der Viehzucht und in der Medizin einen entscheidenden Anteil.