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Masern (Morbilli)
Das Wichtigste aus der Medizin
Das macht der Arzt
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Früher in jeder Familie mit Kindern als langwierige und unangenehme Kinderkrankheit bekannt, sind die Masern (= Morbilli) heute durch die Impfung selten geworden. Es treten aber immer wieder kleinere Epidemien unter nicht geimpften Kindern auf. Vor wenigen Jahren wurde Nicht-Geimpften sogar von Reisen nach Süditalien abgeraten wegen einer dortigen Masernepidemie.

Leitbeschwerden

Masernausschlag mit geröteten Augen.
Kinder mit Masern fühlen sich wie dieser zweijährige Junge »richtig« krank. Typisch sind die verquollenen, geröteten Augen und der grobfleckige Hautausschlag.
[RKL]
  • Vorstadium mit Fieber bis 39 °C, Husten, Schnupfen und Halsbeschwerden, Dauer meist drei Tage. Auffällige Rötung der Augenbindehäute und »verschwollene« Augen. Charakteristisch sind die weißlichen, »kalkspritzerartigen« Flecken an der Wangeninnenseite gegenüber den Backenzähnen (Koplik-Flecken)
  • Nach kurzzeitiger Besserung erneuter Fieberanstieg auf bis zu 40 °C und Auftreten des Hautausschlags: Zunächst hellrot und punktförmig, dann mit größeren, zusammenfließenden Flecken, die im Gesicht und hinter den Ohren beginnen und sich dann über den Körperstamm sowie Arme und Beine ausbreiten. Die Flecken bilden kleine Knötchen und nehmen nach dem Zusammenfließen eine bräunliche Farbe an. Nach 4–7 Tagen blasst der Ausschlag ab, gleichzeitig lässt das Fieber nach

Inkubationszeit 8–12 Tage

  • Ansteckend ungefähr fünf Tage vor Auftreten bis zum Verschwinden des Hautausschlags

Wann zum Arzt

Am nächsten Tag, wenn

  • Sie bei Ihrem Kind Masern vermuten.

Heute noch, wenn

  • Ihr Kind mit Masern über Ohrenschmerzen klagt oder es ihm wieder schlechter geht, nachdem der Hautausschlag bereits aufgetreten ist.

Sofort, wenn

  • Ihr Kind einen steifen Nacken oder Krämpfe bekommt oder nicht mehr so recht ansprechbar erscheint.
  • Sich bei Ihrem Kind mit Masern die Atmung verändert oder sich die Nasenflügel beim Atmen sichtbar bewegen (Warnzeichen einer Lungenentzündung).
  • Ihr Kind an Haut oder Schleimhäuten dunkelrote Flecken bekommt – hierbei handelt es sich meist um Hautblutungen.