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Tetanus (Wundstarrkrampf)

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Montag, den 06. Oktober 2008 um 12:21 Uhr
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Tetanus (Wundstarrkrampf)
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Der Tetanus (= Wundstarrkrampf) ist eine lebensgefährliche, dank einer gut verträglichen Impfung hierzulande aber Gott sei Dank fast ausgestorbene Infektionskrankheit – im Jahre 2000 wurden in Deutschland acht Tetanuserkrankungen registriert.

Leitbeschwerden

  • Vorstadium mit uncharakteristischen Allgemeinbeschwerden, vor allem Müdigkeit, Reizbarkeit und Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe, die in der Nähe der Verletzung oder im Gesicht (Schluckstörungen, Kieferklemme) beginnen, sich dann ausbreiten und durch Reize jeglicher Art ausgelöst werden
  • Voll erhaltenes Bewusstsein

Inkubationszeit meist 3–15 Tage, gelegentlich länger

Nicht ansteckend von Mensch zu Mensch

Wann zum Arzt

Noch heute, wenn

  • Sich ein Kind eine verschmutzte Wunde zugezogen hat und (noch) keinen vollständigen Impfschutz hat. Als vollständiger Impfschutz gelten die vier Grundimpfungen in den ersten 14 Lebensmonaten, gefolgt von Auffrischimpfungen alle zehn Jahre.

Sofort, wenn

  • Es nach einer Verletzung zu Muskelkrämpfen im Gesicht oder in Verletzungsnähe kommt.


Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:07 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München