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Allergien

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 09:18 Uhr
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Allergien
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Unser Immunsystem hat eine vertrackte Aufgabe zu lösen: Einerseits soll es uns zuverlässig vor schädigenden Stoffen schützen, wie z. B. vor Infektionserregern oder Giftstoffen. Andererseits soll es die vielen Bestandteile unserer normalen Umwelt, die tagtäglich auf unsere Haut und unsere Schleimhäute gelangen, ignorieren. Kurz: Es soll Gefährliches von Ungefährlichem trennen. Und die dazu notwendige Trennschärfe ist nur teilweise angeboren. Was für den Körper »gut« ist und was »schlecht«, muss vom Immunsystem auch erlernt werden, und zwar vor allem im ersten Lebensjahr des Kindes. Und hier können sich Fehler einschleichen.

Bei Menschen mit einer Allergie reagiert das Immunsystem auch auf solche Substanzen mit einer Abwehrreaktion, die »eigentlich« gar nicht schädlich sind – wie etwa Pollen, oder sogar bestimmte Nahrungsmittel. Diese Überreaktion zieht dann Entzündungen etwa der Haut oder der Schleimhäute nach sich, und zwar an den verschiedensten Stellen des Körpers. Entsprechend vielfältig sind die daraus resultierenden Beschwerden.

Allergien haben in den letzten drei bis vier Jahrzehnten erheblich zugenommen: In den Industriestaaten leiden schätzungsweise 20 % aller Schulkinder unter einer Form der Allergie.

Die wichtigsten allergisch mitbedingten Erkrankungen

Aufgrund der Vielzahl der Erscheinungsbilder finden Sie hier lediglich einen Überblick über die Allergien. Details zu den einzelnen Krankheitsbildern finden Sie in den entsprechenden Kapiteln.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • Sie bei Ihrem Kind eine Allergie vermuten.

Noch heute, wenn

  • Ihr Kind Quaddeln oder einen sonstigen Hautausschlag mit Juckreiz entwickelt hat, den Sie sich nicht erklären können und den Sie zu Hause nicht in den Griff bekommen.

Sofort, wenn

  • Ihr Kind auf eine bestimmte Substanz oder nach einem Insektenstich Luftnot oder Kreislaufbeschwerden mit plötzlicher Schwäche oder gar Bewusstlosigkeit bekommt – es kann sich möglicherweise ein lebensbedrohlicher allergischer Schock entwickeln.
  • Auch wenn massive und ausgedehnte Schwellungen der Haut oder der Schleimhaut auftreten, sollten Sie mit dem Kind rasch zum Arzt.


Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:46 Uhr )