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Niedriger Blutdruck und Orthostase-Syndrom

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 08:43 Uhr
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Niedriger Blutdruck und Orthostase-Syndrom
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Ein niedriger Blutdruck (= arterielle Hypotonie) ist insbesondere bei großen, schlanken Jugendlichen in der Pubertät häufig, vor allem bei Mädchen.

Oft ist der niedrige Blutdruck mit einem Orthostase-Syndrom gekoppelt, bei dem es nach dem Aufstehen oder bei längerem Stehen zu Schwindel und Schwäche bis hin zur Ohnmacht kommt.

Obschon lästig, sind beide Krankheitsbilder ganz überwiegend harmlos.

Leitbeschwerden

  • Niedriger Blutdruck: »Anlaufschwierigkeiten« am Morgen mit Müdigkeit und Leistungsminderung, kalten Händen und Füßen, Neigung zum Frieren
  • Orthostase-Syndrom: Beim Aufstehen aus dem Liegen oder längerem Stehen vor allem bei Hitze Schwindel, Flimmern und Schwarzwerden vor den Augen. In ausgeprägten Fällen kurzzeitige Bewusstlosigkeit, danach keinerlei Krankheitszeichen erkennbar

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • Ihr Kind nicht nur morgendliche Anlaufschwierigkeiten hat, sondern den ganzen Tag über »nicht fit« ist.
  • Zusätzliche Beschwerden hinzutreten, wie z. B. Gewichtsverlust.

Heute noch, wenn

  • Ihrem Kind nicht nur bei längerem Stehen »schummerig« oder »schwindlig« wird, sondern bei alltäglichen Belastungen, wie etwa Treppensteigen oder Fahrradfahren (mögliches Zeichen einer Herzschwäche oder einer Herzkrankheit).
  • Der Schwindel eine »Richtung« hat, das Kind also z. B. das Gefühl hat, es drehe sich immer nach links oder fahre im Aufzug auf und ab (was auf eine Störung des Gleichgewichtsorgans hinweist).


Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:41 Uhr )