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Kopfläuse (Pediculi capitis)

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 13:15 Uhr
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Kopfläuse (Pediculi capitis)
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Kopfläuse (= Pediculi capitis) sind ein Dauerbrenner. Ein- bis zweimal im Jahr verjagt der Zettel »Wir haben Läuse« an der Kindergartentür jede Morgenmüdigkeit und etwa ebenso häufig zieht man zerkrumpelte Empfehlungen zu Läusemitteln aus dem Schulranzen der Älteren.

Erzieherinnen im Kindergarten wissen ein Lied davon zu singen: Nach Jahren bis Jahrzehnten relativer Ruhe sind die Kopfläuse wieder auf dem Vormarsch. Vor allem Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter und ihre Familien werden von den Plagegeistern heimgesucht, insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten.

Es gibt jedoch einen Trost: Auch wenn die Abwehrschlacht gegen die Läuse ganz schön anstrengend ist (und auch so manches Gefecht sieglos endet) – gefährlich sind Läuse nicht.

Leitbeschwerden

Lausbefall der Kopfhaut
Bei (noch) geringem Lausbefall mit nur wenigen Nissen braucht man neben gutem Licht und Lupe eine ganze Menge Geduld, um die Nissen zu finden und so den Lausbefall zu sichern. Am besten geht es, wenn man die Haare in dünne Strähnen teilt und dann, beginnend an der Kopfhaut, Zentimeter für Zentimeter absucht.
[RKL]
  • Juckreiz am Kopf, vor allem hinter den Ohren und am Übergang zwischen Hinterkopf und Nacken
  • Möglicherweise entzündete, offene Stellen an der Kopfhaut (diese sind durch das Kratzen bedingt)
  • Bei genauer Betrachtung weißliche, schuppenähnliche Nissen an den Haaren, vor allem nahe der Kopfhaut


Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 13:41 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München