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Morbus Scheuermann

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 12:32 Uhr
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Morbus Scheuermann
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Beim Morbus Scheuermann (= Scheuermann-Krankheit, auch Adoleszentenkyphose) kommt es typischerweise in der Pubertät durch Veränderungen der Wirbel zu einer Kyphose (hier: verstärkte Wölbung der Wirbelsäule nach hinten). Betroffen ist meist die Brustwirbelsäule mit der Folge eines Hohlrundrückens.

Der Morbus Scheuermann ist die häufigste Wirbelsäulenveränderung bei Jugendlichen überhaupt. Schätzungen reichen – Minimalformen eingeschlossen – bis zu 20 %. Jungen sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Mädchen.

Leitbeschwerden

  • Meist keine Beschwerden des Kindes
  • Sichtbar »nach hinten krummer Rücken«, besonders auffällig bei gestrecktem Rücken (z. B. im Vierfüßlerstand) oder beim Vornüberneigen

Wann zum Arzt

In den nächsten 2–4 Wochen, wenn

  • Sie bei Ihrem Kind eine Formveränderung der Wirbelsäule beobachten.

Möglichst bald, wenn

  • Ihr Kind zusätzlich häufiger Rückenschmerzen hat.


Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 13:32 Uhr )