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Autoimmunerkrankungen, Immuntoleranz

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 09:20 Uhr
Häufigkeit: Häufigkeit 2 von 5: Eher selten

Unser Immunsystem richtet sich normalerweise nur gegen körperfremde, nicht aber gegen (gesunde) körpereigene Strukturen. Dieses im Detail noch nicht genau geklärte Phänomen heißt in der Fachsprache Immuntoleranz.

Autoimmunerkrankungen

Manchmal aber kommt es zu Fehlsteuerungen, die Immuntoleranz geht verloren und das Immunsystem bekämpft Bestandteile des eigenen Körpers – die daraus resultierenden Erkrankungen werden als Autoimmunerkrankungen bezeichnet.

Autoimmunerkrankungen im engeren Sinne sind bei Kindern selten, einige davon (vor allem der kindliche Diabetes) jedoch im Anstieg begriffen.

Zu den kindlichen Erkrankungen, an deren Entstehung Autoimmunprozesse (mit)beteiligt sind, gehören:

Immunsuppressiva

Bei einigen dieser Erkrankungen werden Immunsuppressiva eingesetzt, die das Immunsystem unterdrücken.

Sie bekämpfen zwar die krankhaften Immunprozesse, jedoch leider auch die normalen, so dass Infektionen bei Einnahme dieser Medikamente häufiger sind und zudem schwerer verlaufen.

Auch nach Transplantationen werden Immunsuppressiva eingesetzt, um die Abstoßung des fremden Organs zu verhindern.

Häufig eingesetzt werden z. B. Kortison und verschiedene Zytostatika.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 29. Februar 2012 um 14:07 Uhr )