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Wurmerkrankungen

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Montag, den 06. Oktober 2008 um 13:26 Uhr
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Wurmerkrankungen
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Wurmerkrankungen sind in Mitteleuropa infolge des gemäßigten Klimas und der guten hygienischen Bedingungen selten. Am weitesten verbreitet, aber harmlos, sind die Madenwürmer (= Oxyuren), vereinzelt kommen auch Spulwürmer (= Askariden) und einige Bandwürmer (= Zestoden) vor. Die übrigen Wurmarten sind fast ausschließlich unerwünschte »Mitbringsel« von Reisen in ferne Länder.

Leitbeschwerden

  • Bei Madenwürmern vor allem nächtlicher Juckreiz in der Analgegend mit gestörtem Nachtschlaf, möglicherweise Hautveränderungen in der Analgegend und bei Mädchen Entzündung der Scheidenregion. Im Stuhl etwa 1 cm lange, weißliche, fadenförmige Würmer
  • Bei Spulwürmern Husten (dies hängt mit der Entwicklung der Würmer zusammen), später Übelkeit und Bauchschmerzen sowie Durchfälle. Im Stuhl bis zu 40 cm lange, regenwurmähnliche Würmer
  • Bei Bandwürmern uncharakteristische Bauchbeschwerden und Gewichtsabnahme trotz ausreichenden Essens. Bei Rinder- und Schweinebandwurm maximal 2 cm große, bandnudelartige Bandwurmglieder im Stuhl

Wann zum Arzt

Am nächsten Tag, wenn

  • Sie vermuten, dass Ihr Kind Würmer hat.


Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:08 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München