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Herpesbläschen, Herpes-simplex-Virus

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 13:07 Uhr
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Herpesbläschen, Herpes-simplex-Virus
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Herpesbläschen, im Volksmund auch als Fieberbläschen bezeichnet, sind für viele Kinder ein unerwünschter, aber treuer Begleiter: In aller Regel harmlos, aber immer störend, treten sie mit Vorliebe dann auf, wenn man sie am wenigsten braucht.

Besonders schwere und dann möglicherweise gefährliche Formen treten allerdings bei Neugeborenen sowie bei Kindern mit einer Neurodermitis oder einer allgemeinen Abwehrschwäche auf. Herpesbläschen plagen vor allem Kinder ab dem Schulalter.

Leitbeschwerden

Herpesbläschen an der Lippe
Herpesbläschen können ganz schön lästig sein. Beim Jungen sind die Bläschen schon zusammengeflossen und geplatzt – bis zu ihrer Abheilung wird er aber noch ein paar Tage Geduld brauchen.
[RKL]
  • Jucken und Spannen der betroffenen Hautregion (meist Lippenrand oder Nasenflügel)
  • Nach wenigen Stunden, selten Tagen Aufschießen gruppiert stehender Bläschen. Sie sind erst klar, trüben dann ein, fließen zusammen und platzen, bevor sie unter Krustenbildung abheilen
  • Bei ausgedehntem Befall Allgemeinbeschwerden

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • Die Bläschen nach zwei Wochen immer noch nicht weg sind.

Heute noch, wenn

  • Sich Herpesbläschen bei einem Säugling entwickeln.
  • Herpesbläschen in Augennähe auftreten (Gefahr der Hornhautbeteiligung mit bleibenden Sehstörungen).
  • Sich die Bläschen immer weiter ausdehnen.
  • Sich Ihr Kind mit Herpesbläschen »richtig« krank fühlt.

Sofort, wenn

  • Es Ihrem Kind mit schwerem Herpes zunehmend schlechter geht, insbesondere wenn es teilnahmslos wird (Hinweis auf eine Gehirnentzündung).


Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 13:40 Uhr )